ComplianceWerkstatt Glossar

Compliance, ESG und Risikomanagement – alle wichtigen Fachbegriffe verständlich erklärt. Von Praktikern, für Praktiker.

33 Begriffe

C

Code of Conduct

B

Ein Code of Conduct (Verhaltenskodex) ist das zentrale Dokument eines Compliance Management Systems. Er definiert die Werte, Verhaltensregeln und Erwartungen an alle Mitarbeitenden – und zunehmend auch an Geschäftspartner und Lieferanten.

Compliance Management

Compliance Management System (CMS)

A

Ein Compliance Management System (CMS) ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, Strukturen und Prozesse, mit denen ein Unternehmen die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und internen Regeln sicherstellt. Standards wie IDW PS 980 und ISO 37301 definieren die Grundelemente.

Compliance Management

Compliance Officer

B

Der Compliance Officer ist die zentrale Funktion für die Steuerung und Überwachung des Compliance Management Systems. Er identifiziert Risiken, entwickelt Maßnahmen, berät die Geschäftsführung und sorgt dafür, dass Regeln nicht nur existieren, sondern gelebt werden.

Governance (Querschnitt)

Compliance-Audit

B

Ein Compliance-Audit prüft systematisch, ob ein Unternehmen seine eigenen Compliance-Regeln und gesetzlichen Pflichten einhält. Es deckt Schwächen im CMS auf, bevor sie zu Verstößen führen, und liefert der Geschäftsführung eine objektive Standortbestimmung.

Compliance Management

Compliance-Kultur

B

Compliance-Kultur beschreibt die Werte, Normen und Verhaltensweisen in einem Unternehmen, die regelkonformes Handeln fördern. Sie ist das Fundament jedes Compliance Management Systems – denn Regeln wirken nur, wenn sie von den Mitarbeitenden verstanden, akzeptiert und gelebt werden.

Compliance Management

Compliance-Risikoanalyse

B

Die Compliance-Risikoanalyse identifiziert und bewertet systematisch die Risiken, die aus Verstößen gegen Gesetze, Vorschriften und interne Regeln entstehen können. Sie ist ein Kernelement jedes CMS und bestimmt, wo Compliance-Maßnahmen priorisiert werden müssen.

Compliance Management

Compliance-Schulung

B

Compliance-Schulungen vermitteln Mitarbeitenden die Kenntnisse und das Bewusstsein, um Regeln einzuhalten und Risiken zu erkennen. Sie sind ein Pflichtelement jedes CMS nach IDW PS 980 und ISO 37301 – und ein zentraler Hebel für eine funktionierende Compliance-Kultur.

Compliance ManagementGovernance (Querschnitt)

CSRD

A

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist die EU-Richtlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie verpflichtet Unternehmen, nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) über ESG-Themen zu berichten.

CSRD / ESRS / Reporting

K

KI im Recruiting

B

KI-Systeme im Recruiting (z. B. automatisierte Bewerbervorauswahl, CV-Screening, Video-Interview-Analyse) gelten nach dem EU AI Act als Hochrisiko-KI. Unternehmen, die solche Systeme einsetzen, müssen umfangreiche Anforderungen an Risikomanagement, Transparenz und menschliche Aufsicht erfüllen.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Beauftragter

C

Der KI-Beauftragte ist eine organisatorische Rolle, die die Einhaltung des EU AI Act im Unternehmen koordiniert. Anders als beim Datenschutzbeauftragten gibt es keine gesetzliche Bestellpflicht, doch die Komplexität der Anforderungen macht eine zentrale Zuständigkeit in der Praxis unverzichtbar.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Dokumentationspflicht

C

Die KI-Dokumentationspflicht verpflichtet Anbieter und Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen zur umfassenden technischen Dokumentation. Sie umfasst Systembeschreibung, Daten-Governance, Testverfahren und Leistungskennzahlen und muss vor der Markteinführung vorliegen.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Folgenabschätzung

B

Die KI-Folgenabschätzung (Fundamental Rights Impact Assessment, FRIA) ist eine Pflicht für Betreiber von Hochrisiko-KI nach Art. 27 EU AI Act. Sie bewertet die konkreten Auswirkungen eines KI-Systems auf die Grundrechte betroffener Personen vor dessen Einsatz.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Governance

C

KI-Governance bezeichnet den organisatorischen Rahmen für den verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Sie umfasst Richtlinien, Prozesse und Kontrollen, die sicherstellen, dass KI-Systeme rechtskonform, transparent und ethisch betrieben werden.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Kompetenzpflicht

B

Die KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act verpflichtet alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, für ein ausreichendes KI-Wissen ihrer Beschäftigten zu sorgen. Sie gilt seit dem 2. Februar 2025 und betrifft Anbieter und Betreiber gleichermaßen.

AI Act / Digitale Regulierung

KI-Risikoklassen

B

Der EU AI Act stuft KI-Systeme in vier Risikoklassen ein: unannehmbares Risiko (verboten), hohes Risiko (streng reguliert), begrenztes Risiko (Transparenzpflichten) und minimales Risiko (keine Auflagen). Die Einstufung bestimmt, welche Pflichten für Anbieter und Nutzer gelten.

AI Act / Digitale Regulierung

Warenkorb (0)

Ihr Warenkorb ist leer

Zum Shop →